Rezension: Marie-Sabine Roger: Das Leben ist ein listiger Kater

Von einem griesgrämigen Rentner…
Der mit viel Humor…
Von den Menschen erzählt!

Der 67-jährige Jean-Pierre wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nicht mehr viel erinnern. Doch er weiß genau, dass die Tage im Krankenhaus hart für ihn werden. Er, der immer zurückgezogen lebt und sich abschirmt, inmitten voller Leute… Erst einmal wird seine Zimmertür nie geschlossen, dann will der Polizist, der den Fall aufklären soll, immer etwas von ihm, sein Retter kommt und nicht zuletzt gibt es da noch das 14-jährige Mädchen, welches immer seinen Laptop klaut,um Facebook zu checken. Von den Ärzten ganz zu schweigen… Doch so viel Zeit zum Nachdenken über sein Leben hatte er bisher nie und Jean merkt, dass ein Neuanfang doch gar nicht so schlecht wäre…

Der griesgrämige Rentner Jean-Pierre wacht eines Tages im Krankenhaus mit vielen Knochenbrüchen auf. Der 67-jährige ist am liebsten alleine, doch nun klappt dies nicht mehr…

Jean-Pierre ist zwar alt, doch er nimmt trotzdem kein Blatt vor dem Mund und sagt immer das, was er denkt. Mit seiner Art war mir gleich sympathisch und seine Aussagen waren witzig, klug und immer auf den Punkt getroffen.

So vergleicht er seine Jugendzeit mit der heute oder denkt über seine Kindheit, seinen “Lebenshöhepunkt” und nicht zu letzt auch seinen Lebensabend nach.
Dass er auch noch als älterer Herr genau weiß was er will, stellt er gleich klar. Während er sich darüber ärgert, dass die Ärzte ihn nur noch als zu behandelndes Objekt und nicht als ganzen Mensch warnehmen, dass die Krankenschwestern ihn immer zu viel betüddeln, kann man nur schmunzeln und ihm Recht geben.

Und als Jean-Pierre merkt, dass das pessimistische Denken auf Dauer auch keinen Spaß macht,geht es richtig los…

“Das Leben ist ein listiger Kater” ist ein Buch voller Humor und die Autorin hat eine gehörige Portion Menschenkenntnis, die Geschichte lässt sich gut und einfach lesen und man fühlt mit dem griesgrämigen Rentner mit, der doch eigentlich gar nicht so schlimm ist….

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut)
 

Titel: Das Leben ist ein listiger Kater
Verlag: Atlantik
Seitenzahl:224
 ISBN-13:978-3455600025

Preis: 19,99€

Von Trilogien, Tetralogien und und und…

Hallo Ihr Lieben Bücherwürmer,

Trilogie?
Oder doch lieber mit “o”?
Oder einfach “Reihe”?

Der heutige Post dreht sich um das Thema “Fachwörter für Reihen”! Früher dachte ich immer, dass ein Dreiteiler “Triologie” genannt wird, ups. Mittlerweile ist das Wort “Trilogie” als Buchblogger in meinem gängigen Sprachgebrauch- “Tribute von Panem”, “Herr der Ringe”, die “Edelstein-Trilogie”, “Die Bestimmung”, “Göttlich”, sie alle sind Trilogien.

Doch wie geht es weiter? Wie heißt eine Vierteilige Reihe?

Ob man die Namen von den Reihen ab 5 und mehr wirklich oft braucht, bezweifle ich, aber man kann ja nie genug wissen…

Und was noch?

Fortsetzungen nennt man übrigens “Sequel”, und ein “Spin-Off”, ist eine eigene Geschichte mit Hauptcharakteren, die in einem anderen Buch als Nebencharaktere vorkamen. 

Ob man das Wissen auch im Alltag benutzt, glaube ich zwar nicht und natürlich wird euch auch keiner den Kopf abreißen, wenn das Wort “Triologie” auftaucht, doch ich dachte trotzdem, dass so ein Post interessant sei…Man kann ja schließlich nie genug wissen! 🙂 

Liebe Grüße
Lena

Rezension: Libba Bray: The Diviners-Aller Anfang ist böse

Eine Berührung…
Und sie kennt deine dunkelsten Geheimnisse….
Sie ist ein Diviner…

 1926: Evie ist 17 Jahre alt und hat eine besondere Gabe.Mit einer Berührung kann Evie allen Gegenständen die dunkelsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Noch weiß niemand davon, doch auf einer Party präsentiert sie ihr Können, alles gerät aus den Fugen und schon bald muss sie Ohio verlassen und reist zu ihrem Onkel nach New York. Ein Traum erfüllt sich, Evie genießt ihr freies Leben. Doch dann erschüttern Ritualmorde die Stadt und Evies Onkel, der Direktor des Museums für Aberglauben und Okkultes ist, wird gebeten, bei den Ermittlungen zu helfen. Diese Chance lässt sich Evie nicht entgehen und sie forscht mit, doch sie weiß nicht, wie schlimm der Verbrecher wirklich ist…

“The Diviners” ist der erste Band einer Tetralogie und ich habe mich unglaublich auf diese Geschichte gefreut, da ich Libba Bray auch auf der Frankfurter Buchmesse( Post HIER) treffen durfte. Zugegeben, 700 Seiten sind nicht wenig, doch das Lesen lohnt sich!

Zunächst einmal begegnet uns die 17-jährige Evie, die vorallem Party im Kopf hat. Sie ist ein wenig selbstverliebt und guckt vorallem auf ihren eigenen Vorteil, trotzdem ist sie auch intelligent und aufgeweckt und, obwohl sie nicht die sympathischste Protagonistin ist, kam ich gut mit ihr zurecht.

Neben Evie taucheen noch eine ganze Menge andere Charaktere, mal mehr und mal weniger sympathisch, auf und so kam ich manchmal mit dem Zuordnen durcheinander.

Libba Bray hat sich viel Mühe mit den Beschreibungen gegeben und viel recherchiert, was man stark merkt. Das New York der 20er Jahre ist toll beschrieben und die gruselige Atmosphäre war durchgängig vorhanden, die meiste Zeit war die Geschichte sehr spannend und ich habe an den Seiten geklebt, doch seltener kamen auch andere Stellen vor, die mich leider nicht ganz so fesseln konnten und ich so nicht immer gespannt weitergelesen habe.

Auch hätte ich gerne noch mehr über die Diviners erfahren, doch hier hoffe ich auf den 2. Teil.

Trotz der Kritikpunkte ist der Reihenauftakt “The Diviners-Aller Anfang ist böse” definitiv ein lesenswertes Buch mit viel Spannung, Gruselmomenten und einer tollen Atmosphäre!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut)
 

Titel: The Diviners- Aller Anfang ist böse
Verlag: DTV
Seitenzahl:704
 ISBN-13:978-3-423-76096-6

Preis: 19,95€

Rezension: Kai Aline Hula: Windmädchen

Was machst du…
Wenn dich plötzlich…
Keiner sehen kann?!

Die 16-jährige Kira wacht eines Morgens auf und stellt fest, dass niemand sie mehr sehen und hören kann. Sie selbst kann nichts bewegen, hat keine Kraft mehr und ist völlig hilflos. Während sie verzweifelt versucht, ihre Eltern auf sich aufmerksam zu machen, schalten diese schon die Polizei ein. Dann trifft sie auf Ilian, dem es genauso geht wie ihr, und die beiden versuchen verzweifelt, wieder normal zu werden, doch das ist nicht leicht!

Als ich den Klappentext des Buches las und mich vom Schönen Cover verzaubern ließ, war ich mir sicher, dass dieses Buch ein Highlight werden würde, doch schnell musste ich feststellen, dass die Geschichte ganz anders ist, als Anfangs gedacht. 
Wirklich tiefgründig ist die Geschichte nicht, was schade ist, da das Potenzial durchaus dagewesen ist.

Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen, sodass man durch die Geschichte “durchrutschen” konnte.

Wirklich Spannung kam dabei leider selten auf, der Anfang war gut, in der langen Mitte hat es sich oft sehr gezogen, das Ende hingegen hat mir recht gut gefallen.

Über Kira hätte ich gerne noch mehr erfahren, sie blieb etwas blass und sie war nicht wirklich besonders, das gewisse etwas hat mir gefehlt, um mich noch länger an sie erinnern zu können.

Insgesamt war die Idee wirklich gut und neu, weswegen ich das Buch auch lesen wollte, doch richtig begeistern konnte die Geschichte mich nicht- eine Geschichte für zwischendurch, aber nichts mit viel Tiefgang…

 Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  3 ( befriedigend) bis 4(ausreichend)

Titel: Windmädchen
Verlag: Obelisk

Seitenzahl: 224

ISBN-13: 978385197 746 2

Preis: 14,95€

Hörbuchrezension: Kiera Cass: Selection

35 Mädchen…
Eine Krone…
Die Chance ihres Lebens!

35 perfekte Mädchen kämpfen um die Krone und die Hand von Prinz Maxon. Er ist der Thronfolger Illéas und sucht eine Prinzessin an seiner Seite. Für America, die aus einer der niederen Kasten kommt, ist das Casting die Chance, ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zuhause wartet ihr große Liebe, Aspen, auf sie und America muss sich zwischen ihrem Bauchgefühl und dem großen Druck des Castings und der Gesellschaft entscheiden…

“Selection” spielt in der Zukunft, die sozialen Schichten sind in Kasten eingeteilt. America und ihre Familie gehören Kaste 5 an und müssen um ihr tägliches Brot kämpfen. Als das Casting ansteht, bei dem Prinz Maxon seine zukünftige Frau finden will, wird America gedrängt, daran teilzunehmen. Denn-egal, ob sie gewinnt oder nicht-wird ihre Familie aufsteigen und sich nicht mehr sorgen müssen, kein Geld zu haben.
Doch America will Maxon eigentlich gar nicht, denn Aspen ist ihre große Liebe… Und dann wird America als eine von 35 Mädchen ausgewählt und das Casting startet…

Wenn 35 hübsche Mädchen auf einem Haufen, in der Öffentlichkeit und unter dem großen Druck des Castings sich um einen Prinzen reißen, gibt es Intrigen, Gezicke und wenig Harmonie. Doch “Selection” zeigt auch das unterschiedliche Leben in den verschiedenen Kasten. Während Prinz Maxon nie etwas davon mitbekommen hat, wie schlecht es den Leuten in Kaste 5,6 und 7 geht, musste America dies am eigenen Leib spüren und während des Castings erzählt sie Maxon davon und macht ihm begreiflich, dass nicht jeder mit viel Geld in der Tasche geboren wurde. Während des Castings sieht man die Unterschiede ganz deutlich, jeder der Mädchen stammt aus unterschiedlichen Kasten und die Mädchen aus den niedrigen Kasten verhalten sich meist ganz anders, als die aus den höheren.

Friederike Wolters, die dieses Hörbuch spricht, hat eine dunklere Stimme,als ich sie mir bei America vorgestellt hatte, doch trotzdem konnte man das Hörbuch gut anhören, an manchen Stellen waren die Sätze ein bisschen zu langsam gesprochen und ich hätte mir ein wenig mehr Lebhaftigkeit gewünscht, doch diese Stellen hielten sich in Grenzen.

America ist eine sehr sympathische Frau, die nett, aber bestimmt ist und sich von den meisten Kandidaten sehr abhebt. Seit ihr eigentlich auf Maxons-, oder auf Aspens Seite? Ich finde Maxon ja sympathischer!

 Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  2(gut)

Titel: Selection
Verlag: Jumbo
ISBN-13: 978-3833733697

Preis: 19,99€

Rezension: Hans-Hermann Stolze: Sehr geehrtes Facebook!

Ein Rentner versteht die Welt nicht mehr…
Greift zur Schreibmaschine…
Und schon bald bekommt Facebook einen Brief von ihm…

Hans-Hermann Stolze ist 87 Jahre alt, ein lebensfreudiger Rentner und stolzer Besitzer einer Schreibmaschine. Als sein Enkel ihm mitteilt, dass er sich sehr freuen würde, wenn sich Hans bei Facebook anmeldet, zögert er nicht lange und will es versuchen. Doch wie geht das eigentlich? Herr Stolze hat nicht viel Ahnung von dem Internet und schreibt kurzerhand Facebook an und fragt die Firma, ob man denn auch ohne Internet dem Club beitreten könnte… Doch nicht nur Facebook kriegt Post, auch Otto, Amazon und noch viele weitere Firmen werden angeschrieben. Und auf die lustigen Briefe folgen meist ebenso lustige Antworten…

Hans Hermann Stolze ist ein urkomischer Rentner, der seinem Enkel eine Freunde machen will und sich anfangs erst einmal mit Facebook beschäftigt, doch mit der Zeit werden auch viele andere Firmen unter die Lupe genommen!

“Sehr geehrtes Facebook” hat mir unheimlich viel Spaß beim Lesen bereitet, Herr Stolze schreibt so nette und hoffnungsvolle Briefe, und meist kriegt er auch Antworten.

Die Schrift ist dabei nicht wie in einer normalen Geschichte gedruckt, sondern in “Schreibmaschinenform”, die Briefe von Herr Stolze sind dabei auf der einen Seite abgedruckt und manchmal konnte ich diese Schrift nicht ganz so gut lesen, auf der anderen Seite konnte man dann die Antwort lesen, alles natürlich mit Anschrift, Datum etc.

Bei den Antworten konnte man sehr schnell erkennen, wer nur Standardbriefe schickt oder wer auf seine Fragen genau eingeht.Manchmal kriegt Hans Hermann Stolze auch Kleinigkeiten, wie ein Autogramm oder einen Anhänger mit.

Das Buch kann man auf Grund seiner Form nicht nur einmal lesen, ich habe mir zwischendurch oft auch nur schnell eine Doppelseite( einmal Frage, einmal Antwort) durchgelesen und hatte danach fast immer ein Lächeln im Gesicht!

 Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  1(sehr gut)

Titel: Sehr geehrtes Facebook
Verlag: Ullstein
Seitenzahl:176
ISBN-13:9783548375113

Preis: 9,99€